Vom 23. Mai bis zum 21. Juni 2025 war ich mit mehreren meiner Werke Teil der Gruppenausstellung DADO VII im Fundament Gotha.
Die Ausstellung DADO – derartderort wurde dieses Jahr zum siebten Mal vom Verein art der stadt e.V. ausgerichtet – und zwar anlässlich seines 30-jährigen Bestehens. Das Fundament, ehemals ein Kino und heute ein Ort der kulturellen Begegnung, wurde über 30 Tage hinweg zu einem temporären Kunstraum, in dem Künstler*innen mit Bezug zur Region ihre Arbeiten zeigen konnten. Ich war eine von ihnen – und bin noch immer erfüllt von den Eindrücken, Gesprächen und Begegnungen vor Ort.
Kommen & Gehen – ein Thema, das bleibt
Das diesjährige Thema „Kommen & Gehen“ hat mich auf mehreren Ebenen angesprochen: künstlerisch, biografisch, aber auch gesellschaftlich. Der Blick auf Veränderung, Abwanderung, Rückkehr und das Dazwischen hat sich in vielen der ausgestellten Arbeiten widergespiegelt. Ich habe Arbeiten aus den letzten Jahren gezeigt, die sich mit innerer Bewegung, emotionalem Terrain und dem Spannungsfeld zwischen Stillstand und Aufbruch befassen. Dass diese Bilder nun in einem Raum gezeigt wurden, der selbst vom Wandel erzählt – zwischen Leerstand, Kunst, Klang, Begegnung – war eine schöne Begebenheit.
Ein Ort in Bewegung

Die Ausstellung war eingebettet in ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm: Zur Vernissage am 23. Mai legten DJ Hoever und Sunhillow auf, begleitet von den Animationen von VJ Loov. Es war ein stimmungsvoller Auftakt – voller Licht, Klang und Neugier. Und es blieb lebendig: Lesungen, Konzerte, Performances, Workshops – das Fundament wurde zu einem Ort der offenen Türen und künstlerischen Impulse.
Besonders eindrücklich war die Finissage am 20./21. Juni: eine 30-stündige Kunstnacht, die Theater, Musik, Tanz und Kunst auf wunderbare Weise verband. Das Konzert von Daniel Benyamin (der seine Musik als „Ghost Pop“ beschreibt) war für mich ein musikalischer Höhepunkt – melancholisch, mutig, intensiv. Und auch die nächtliche Atmosphäre, die sich über Stunden mit neuen Klängen und Eindrücken füllte, war etwas ganz Besonderes.
Was bleibt
Rückblickend bin ich sehr dankbar, dass ich Teil dieser Ausstellung sein durfte. DADO VII hat mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig künstlerische Räume sind, in denen es nicht um fertige Antworten, sondern um Bewegung geht. Um Austausch, Umwege, Wiedersehen und Weitergehen.
Danke an das Team vom art der stadt e.V. für die Einladung, die Organisation – und für die Bühne, die ihr der Kunst (und den Menschen dahinter) bietet.

Die ausstellenden Künstler*innen
Michal Schmidt
Thomas Offhaus
Bettina Schünemann
Rüdiger Franke
Barbara Klose
Konstantin Bayer
Lars Wild
Benedikt Braun
Jana Wienecke
Lise Kalisch
Jennifer Kurka
Bernd Seydel & Thomas Wolf
Marius Temel
Vinzenz Damm
Ute Wittig
Ulricke Fettien
Antje Knifka
Katharina Friesen
Heidi Kühlewindt
Benjamin Holland-Moritz
Andrea Schunk
Anke Lindemann
Susanne Frank
Angela Kühmel
Henry Strauch
Hier kannst du beim Verein reinschauen: Art der Stadt e.V.






